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Studien zur Poetik Gunnar Ekelöfs

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Joachim Trinkwitz

Der poetologische Diskurs des schwedischen Lyrikers Gunnar Ekelöf (1907–68) läßt sich in vielen seiner Texte auffinden: in Gedichten, in der erzählenden Prosa, in theoretisch-programmatischen Essays. Er wird hier an eher peripheren Stellen gesucht, «zwischen den Zeilen», wie es das Gedicht Poetik nahelegt. Dem thematisierten wie auch typographisch materialisierten Schweigen wird nachgespürt, der Kontext des Ekelöfschen Sprachdenkens aufgerissen in seinem Bestreben, «das Unsagbare auszusagen». Ausführlich wird das Prosastück Ett fotografi analysiert, das vielfältige Aspekte der Poetik freilegt. Der Blick der Studie konzentriert sich auf die sprachliche und metaphorische Verfaßtheit der Texte statt – wie die bisherige Forschung – auf literarische Einflüsse oder die Biographie des Autors.
Aus dem Inhalt: Vorüberlegungen zur Autorenpoetik – Poetik und Metapher – Forschungsüberblick – Sprache und Schweigen – Ekelöfs Konzeption der poetischen Sprache: das Gedicht Poetik – Schweigen typographisch – Schweigen und Geschwätz: zwei Erzählungen – Auf der Suche nach der vollkommenen Sprache – Doppelbelichtung: das Prosastück Ett fotografi – Anhang: drei Texte Gunnar Ekelöfs in deutscher Erstübersetzung.