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Theorie und Politik der Infrastruktur unter Berücksichtigung institutionen- und polit-ökonomischer Einflussfaktoren

Eine Analyse am Beispiel der Bereiche Eisenbahn und Hochschule

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Robert Momberg

Das polit-ökonomische Interaktionssystem innerhalb einer Gesellschaft ist eine entscheidende Determinante für das Regulierungsverhalten seitens der Politikverantwortlichen. Dies trifft insbesondere für die unterschiedlichen Sektoren der Infrastruktur zu. Anhand der Bereiche Eisenbahn- und Hochschulwesen wird zunächst mit Hilfe einer normativen Analyse gezeigt, dass sich Regulierung in Deutschland nicht ausschließlich an ökonomischen Erfordernissen orientiert und wettbewerbliche Anreiz- und Sanktionsmechanismen bewusst zur Verfolgung machtpolitischer Ziele außer Kraft gesetzt werden. Durch die Anwendung der Neuen Institutionenökonomik und der Public-Choice-Theorie auf beide Infrastrukturbereiche kann herausgearbeitet werden, von welchen jeweiligen Faktoren die Implementierung von Reformvorschlägen abhängig ist. Mangelnde Selbstbindung der politischen Entscheidungsträger zwingen zur Suche nach neuen Disziplinierungsinstrumenten.
Aus dem Inhalt: Grundlagen der Infrastrukturtheorie und -politik – Marktversagen im Eisenbahn- und Hochschulwesen – Ökonomische Konsequenzen der Fachpolitiken – Institutionenökonomische Untersuchung des öffentlichen Allokationsverfahrens und Public-Choice-Analyse bei Bahn und Hochschule – Neuorientierungen in der Infrastrukturpolitik.