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Der Traktat «In primis hominibus»

Eine theologie- und kirchenrechtsgeschichtliche Untersuchung zu einem Ehetext der Schule von Laon aus dem 12. Jahrhundert.- Anhang: Edition des Traktates «In primis hominibus»

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Bernd Matecki

Der Ehetraktat In primis hominibus entstammt einer der renommiertesten Schulen der Frühscholastik und diente als Quelle für jene Sentenzensammlungen der Schule von Laon, die in fast allen mittelalterlichen Bibliotheken Europas zu finden waren. Um so dringender stellt sich die zu Beginn der Arbeit thematisierte Frage nach den unmittelbaren Quellen, aus denen seinerseits der Verfasser dieses anonym überlieferten Traktates schöpfte. Die inhaltliche Auswertung des Textes setzt sich nicht nur mit den damals aktuellen theologischen und rechtlichen Problemkreisen zum Thema Ehe auseinander, sondern beleuchtet darüber hinaus auch deren zeitgenössischen Hintergrund. Die im Anhang abgedruckte Arbeitsedition basiert vor allem auf den Vorarbeiten von R. Weigand und H. Zeimentz, die bereits in den siebziger Jahren die Edition von In primis hominibus planten, sowie auf eine frühe Studie von B. Grimm.
Aus dem Inhalt: Die «Einsetzung» der Ehe im Paradies – Die Ehe nach dem Sündenfall – Ehezwecke und Ehegüter – Der Remedialcharakter von Ehe – Die Polygamie der Patriarchen – Ehehindernisse – Verständnis und Anwendung des Privilegium Paulinum – Ehebruch, Unzucht, Inzest – Ehen zwischen Freien und Unfreien – Sponsaliendistinktion, Sakramentalität und Unauflöslichkeit der Ehe – Der Kopula-Konsensstreit – Ehetrennung manente vinculo und Eheauflösung – Wiederaussöhnung der getrennten Gatten – Die Frage nach einer verpflichtenden Eheschließungsform.