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Das Polenbild bei Ernst Moritz Arndt und die deutsche Publizistik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

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Maria Muallem

Als literaturwissenschaftliche Arbeit mit interdisziplinären Bezügen zu Publizistik und Geschichtswissenschaft, die sich zum Gegenstand der Untersuchung das Nationalstereotyp vom polnischen Volk und Land wählt, fällt diese Studie mit der komparatistischen Imagologieforschung zusammen. Sie analysiert das stereotype Polenbild des politisch engagierten und damals wie heute umstrittenen deutschen Publizisten, Historikers und Dichters Ernst Moritz Arndt (1769–1860). Die Untersuchung zeigt, daß Arndts Haltung gegenüber dem polnischen Volk eine Wandlung vollzieht und von einer noch durch die Ideen der Aufklärung beeinflußten Einstellung in einen krassen Nationalismus übergeht.
Damit leistet diese Arbeit im Sinne der Verständigung und Versöhnung einen Beitrag zum besseren Verständnis einer Episode der deutsch-polnischen Wechselbeziehungen und der in dem historischen Prozeß entstandenen Stereotype.
Aus dem Inhalt: Diachronische Untersuchung der Werke von Arndt – Denkmuster im Polenbild von Arndt: Verallgemeinerung und Kategorisierung, Reduktionismus, Denunziation, geschichtliches Denkmuster – Arndts Zeitgenossen in ihrem Verhältnis zu Polen.