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Der erste Weg der Kirche ist der Mensch

Anthropologische Dimensionen der Ekklesiologie

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Christoph Seidl

Der Mensch ist seit der anthropologischen Wende der Neuzeit als Subjekt ins Zentrum von Staat und Gesellschaft gerückt. Menschenrechtserklärungen und demokratische Verfassungen geben Zeugnis davon. Die Kirche steht diesen Entwicklungen im Blick auf die eigenen Strukturen bislang distanziert gegenüber. Dabei betont das Christentum im Zusammenhang mit Schöpfungsglauben, Inkarnation und Geistsendung ausdrücklich die unvergleichliche Würde des Menschen. Umso drängender stellt sich die Frage, welche praktischen Konsequenzen aus dem Wort Papst Johannes Pauls II. «Der erste Weg der Kirche ist der Mensch» (RH 14) zu ziehen sind. Die Arbeit geht dieser Frage nach und untersucht die entsprechenden dogmatischen, dogmengeschichtlichen und biblischen Grundlagen. Abschließend plädiert sie dafür, dem Menschen einen seiner Würde als Subjekt entsprechenden Platz in der Kirche zuzugestehen.
Aus dem Inhalt: Aufklärung und Französische Revolution – Die Wende zum Subjekt in der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts – Vermittlung von Theologie und Anthropologie – Postulat einer inkarnatorischen und pneumatologischen Ekklesiologie – Die Würde des Menschen in der Heiligen Schrift – Biblisches und neuzeitliches Menschenbild: Konvergenz und Divergenz – Konsequenzen einer anthropologisch gewendeten Ekklesiologie für die kirchliche Praxis – Plädoyer für Recht und ekklesiale Kultur.