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Das Kominform und Stalins Neuordnung Europas

Herausgegeben von Bernhard H. Bayerlein und Jürgen Mothes, in Verbindung mit Olaf Kirchner - Aus dem Russischen übersetzt von Beatrix Höhne, Ute Meltzer und Wolf-Ulrich Pradel- Mit einem Vorwort von Jan Foitzik

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Grant Adibekov

Adibekovs Buch ist die erste umfassende Geschichte des Kominform, die auf unbekannten Materialien aus russischen Archiven beruht. Es ist zugleich die erste Geschichte des Kominform in deutscher Sprache. Detailliert werden Institutionen, Entscheidungsprozesse und Methoden der politischen Gleichschaltung der kommunistischen Bewegung geschildert. Nach der sogenannten Auflösung der Komintern bedeutete die Gründung des Kominform (1947) einen zentralen Einschnitt der Nachkriegsgeschichte. Die selbstherrliche Neuordnung der Beziehungen in Osteuropa durch Stalin und seine engsten Mitarbeiter Molotov, Ždanov, Malenkov und Suslov zu Beginn des Kalten Krieges unterwarf die osteuropäischen Länder einer verschärften Kontrolle. Davon betroffen waren nicht nur Gomulka, Rákosi und der Widerstand leistende Tito, sondern auch Togliatti und Duclos für die italienischen und französischen Kommunisten. Das Buch ist ein unverzichtbarer Baustein zur Erklärung der europäischen Nachkriegsgeschichte.
Aus dem Inhalt: Gab es ein Vakuum zwischen der Komintern und dem Kominform? – Der Plan des Generalissimus gegen den Plan Marshalls – Stalinsche Schläge und das Heranreifen des sowjetisch-jugoslawischen Konflikts – Das Statut des Kominform - ein Geheimdokument – Warum Stalin keinen Generalsekretär für das Kominform finden konnte – Taubeginn vor dem «Tauwetter».