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«Altpreussischer Durchschnitt»?

Die Lyrik Theodor Fontanes

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Jens Erik Claßen

Fontanes Lyrik, häufig als plane Preußen-Apologie mißverstanden, wird in diesem Buch vor dem Hintergrund ihres historischen Kontextes untersucht. Die zunehmend schärfer und bitterer werdende Kritik an der Gesellschaft im Umbruch muß aus der Camouflage der oft so idyllisch und versöhnend scheinenden Texte herausgelöst und -gelesen werden. Dies gelingt allein dann, wenn die historischen Bedingungen der Texte exakt für das Textverständnis nutzbar gemacht werden. So wird deutlich, dadeutlich, daß Fontanes Lyrik seismographisch die tektonischen Spannungen der preußisch-deutschen Gesellschaft erfaßt und darstellt. Neben den bekannten und berühmten Balladen – « Die Brücke am Tay», « John Maynard», « Archibald Douglas», « Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland» – zeigt das Buch auch anhand minder bekannter Texte, wie Fontanes Lyrik ebenso exakt wie die Prosa die notwendige Kritik an der Gesellschaft formuliert und zuspitzt.
Aus dem Inhalt: Fontanes Lyrik vor dem Hintergrund ihres historischen Kontextes – Kritik an der Gesellschaft im Umbruch – Spannungen der preußisch-deutschen Gesellschaft.