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Philosophische Bewußtseinsformen in George Eliots «Middlemarch»

Ironie – Melancholie – Sympathie

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Günter Bachmann

Diese Arbeit wählt eine postmoderne Paradigmenanalyse als methodischen Ansatz. Der reflexive Gehalt von Middlemarch wird auf dem Weg theoretischer Pluralität und Differenz ermittelt. Die genuin philosophische Dekonstruktion macht die unauflösbare Spannung eines Textes deutlich, die sich als Widerspruch zwischen dynamischen (Hegel) und statischen Denkmodellen (Schopenhauer) paradigmatisch beschreiben läßt. Abgesichert durch zahlreiche textimmanente Befunde gelangt diese Begriffsklärung schließlich zu einer präzisen Erfassung der Eliotschen Ironie, Melancholie und Sympathie in Middlemarch. In Gestalt prägnanter philosophischer Bewußtseinsformen werden sie als ästhetische Vermittlung reflexiven Erzählens interpretiert.
Aus dem Inhalt: Middlemarch als philosophischer Roman – Das empirische Paradigma – Pessimistischer Humanismus – Verlust der Poesie und prosaische Moderne – Melancholie des beruflichen Scheiterns – Erotische Ironie – Sympathie als psychologisches Motiv.