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Der Zerfall der Metaphysik: Von Hegel zu Adorno

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Tadeusz Guz

Überwindet Adorno den absoluten Idealismus Hegels oder den Materialismus von K. Marx und Fr. Engels? Zurückgreifend auf die Arbeiten von de Sade und S. Freud radikalisiert Adorno die idealistisch-materialistische Dialektik zur Negativen Dialektik, die als philosophische Grundlegung des Neomarxismus die Freisetzung des Triebes fordert. «Nach Auschwitz» muß das Sein entsubstanzialisiert, entgeistigt und entgöttlicht werden, behauptet Adorno. Durch Adornos «philosophische Kritik» der Hegelschen und Marxschen Dialektik wird weder «der Widerspruch» des Nationalsozialismus noch des sovjetischen Kommunismus überwunden, sondern aus «Treue» und in «Weiterbewegung des Marxismus» nur verschärft. Die «reziproke» Triebdialektik Adornos läßt keine Transzendenz auf «das ganz Andere» mehr zu. Die «Kritische Theorie» gibt zu, daß auch die Negative Dialektik «keine Hoffnung» begründen kann. Die verständliche Erschütterung des Denkens – angesichts der historischen Leiden – erweist sich jedoch unfähig, durch «Phantasie» oder «Modell»-Denken den nihilistischen Zug des Denkens der Neuzeit zu überwinden.
Aus dem Inhalt: «Negation der traditionellen Metaphysik» als «Guckkastenmetaphysik» durch die Entsubstanzialisierung des Seins – Die «Substanz» als «Herrschafts- und Unterdrückungsmittel» – «Begründung der Psychoanalyse als Wissenschaft» – Causa formalis, causa finalis, causa efficiens, causa materialis – Die Versöhnung vermittelnde Widerspruchsdialektik Hegels radikalisiert Adorno zum «Urwiderspruch» – «Transmutation der Metaphysik in die Geschichte» – Zerfall der Metaphysik.