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Arbeitsmarktwirkungen einer budgetneutralen Reform der Besteuerung von Produktionsfaktoren

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Stefan Boeters

Kann die Arbeitslosigkeit reduziert werden, indem man Steuern und Abgaben auf Arbeit senkt, wenn gleichzeitig zum Budgetausgleich die Steuern auf international mobile Faktoren, wie Kapital, erhöht werden müssen? Diese Frage wird analysiert anhand eines Modells einer kleinen, offenen Volkswirtschaft, ergänzt um eine systematische Variation im Mechanismus der Arbeitslosigkeits-Entstehung: Such-Arbeitslosigkeit, Effizienzlohn-Arbeitslosigkeit und Gewerkschafts-Arbeitslosigkeit. Es zeigt sich, dass die beschäftigungsmaximierenden Steuersätze weniger von der genauen Form der Arbeitsmarktverzerrungen abhängen als von anderen volkswirtschaftlichen Größen: der Gewinnquote, der Gewinnsteuer und der Substitutionselastizität in der Produktion. Letztlich ergibt sich eine skeptische Perspektive auf Steuerreformen der genannten Art. Solche Reformen können allenfalls geringe positive Beschäftigungseffekte haben – und auch das nur, wenn der anfängliche Steuersatz auf den international mobilen Produktionsfaktor gering ist.
Aus dem Inhalt: Arbeitslosigkeit und Steuern – Grundmodelle – Such-Arbeitslosigkeit – Effizienzlohn-Arbeitslosigkeit – Gewerkschafts-Arbeitslosigkeit