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Verallgemeinerter Nutzen und «Ähnlichkeit»

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Marion Bubenheim

Zahlreiche Experimente belegen, daß die Erwartungsnutzentheorie schon in einfach strukturierten Problemen systematisch verletzt wird. Diese Arbeit befaßt sich mit der aktuellen Frage, ob Theorien, die eigens entwickelt wurden, solche Abweichungen zu fassen, Verhalten besser als die Erwartungsnutzentheorie beschreiben und diese somit als deskriptive Theorie ablösen könnten. Dabei konzentriert sich die Arbeit auf Verallgemeinerte Nutzentheorien sowie Erweiterungen der Erwartungsnutzentheorie durch «Ähnlichkeit». Anhand der Literatur diskutiert sie die Theorien beider Gruppen im Hinblick auf ihren deskriptiven Wert. Hierfür werden die deskriptiven Elemente der Theorien herausgearbeitet sowie empirische Ergebnisse herangezogen. Die Diskussion zeigt, daß die Kumulative Prospect-Theorie zwar am ehesten geeignet ist, die Erwartungsnutzentheorie abzulösen, weitere Untersuchungen aber trotzdem angezeigt sind.
Aus dem Inhalt: Darstellung der Erwartungsnutzentheorie – Begriffe der «Ähnlichkeit» – Systematische Abweichungen von der Erwartungsnutzentheorie – Verallgemeinerte Nutzentheorien: Prospect-Theorie, Rangplatzabhängige Nutzentheorien, Kumulative Prospect-Theorie, Regret-Theorie, Dreiecksdiagramm, empirische Überprüfung sowie Bewertung Verallgemeinerter Nutzentheorien – Erweiterungen der Erwartungsnutzentheorie durch «Ähnlichkeit»: Die Theorie von Rubinstein, das Ähnlichkeitsmodell von Leland, die Ansätze von Buschena und Zilberman.