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Die formale Gestaltung von Exposition und Reprise in den Streichquartetten Haydns

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Lars Schmidt-Thieme

Obwohl sich sowohl die zeitgenössischen Theoretiker als auch die moderne Literatur darüber einig sind, daß Haydns Reprisen keine bloßen, tonal geringfügig adaptierten Wiederholungen der Exposition sind, wurde bisher kein tieferes Verständnis ihrer tatsächlichen Beschaffenheit erzielt. Diese Arbeit versucht, formale Gestaltungsmittel in der Exposition und den Reprisen der Streichquartette Haydns zu identifizieren und zu charakterisieren. Sie bedient sich dabei des Hilfsmittels der vergleichenden Analyse, die Erscheinungen in einer größeren Anzahl verschiedener Werke miteinander in Beziehung zu setzen sucht. Hierzu werden eine formale Beschreibungssprache sowie Modelle für die Gestaltung von Exposition und Reprise entwickelt. Alle Erscheinungen werden ausführlich mit Beispielen belegt.
Aus dem Inhalt: Satztechnik: musikalische Logik; Einschnitt, Satz und Periode; Satzfaktur; Abschnittsbildung; motivische Ableitung – Satzformen: Zyklen und Satzfolge; Formen der Menuette; komplexe Liedformen; Variationen; zweiteilige Sätze und Besonderheiten der Sonatenform; Rondo – Die Gestaltung der Exposition: zur Gesamtanlage; Modulation; Hauptsatz und Tonikabereich; Kadenz und Schlußgruppe; Molleinbrüche; Seitensatz und Dominantbereich – Die Gestaltung der Reprise: zur Theorie; die Reprise in Mozarts Streichquartetten; strukturelle Theorie der Reprisen Haydns; funktionale Reprisentheorie.