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Metaphern im Sprachenvergleich

Eine kontrastive Studie zur Nahrungsmetaphorik im Französischen und Deutschen

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Dietmar Osthus

Die Metapher ist in den letzten Jahrzehnten ins Zentrum linguistischen Interesses gerückt. Daß die alltägliche Metapher in der Kontrastiven Linguistik bisher eher ein Schattendasein führte, muß überraschen. Dieses Defizit versucht die Studie zu beheben, indem sie die kommunikativen und kognitiven Dimensionen der Metapher in einen systematischen Sprachenvergleich einbindet. Gestützt auf ein umfangreiches französisch-deutsches Pressekorpus werden exemplarisch Nahrungsmetaphern, ihre konzeptuellen Regularitäten und jeweiligen Textfunktionen gegenübergestellt. Einsichten in Divergenzen und Konvergenzen der Alltagsmetaphorik eröffnen neue Perspektiven nicht nur für den Übersetzungsunterricht oder den (fortgeschrittenen) Fremdsprachenerwerb, sondern auch für die Diskussion um den konzeptuellen Status metaphorischer Textkonstitution.
Aus dem Inhalt: Traditionen des Sprachenvergleichs – Kriterien der übereinzelsprachlichen Äquivalenz – Zur Methodik kontrastiver Analysen – Theorien und semantische Klassifizierungen der Metapher – Voraussetzungen und Methoden der kontrastiven Metaphorik – Nahrungsmetaphern in Pressetexten: Beispiel eines Metaphernvergleichs – Metaphorik des Geschmacks – Metaphorik der Nahrungszubereitung – Speisemetaphorik – Nahrungsmetaphorik in Isotopien: Konzeptuelle Metaphern im Spiegel der Kommunikation – Textfunktionen der Nahrungsmetaphorik.