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Wunder als Argumente

Die Wunderberichte in der "Historia Mediolanensis</I> des sogenannten Landulf Senior und in der "Vita Arialdi</I> des Andrea von Strumi

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Christoph Dartmann

Der Glaube an Wunder stellte ein zentrales Element des mittelalterlichen Weltbildes dar. Daher konnten Erzählungen vom wunderbaren Eingreifen Gottes in die Welt in verschiedensten Kontexten göttlichen Beistand vor Augen führen. Die als Reaktion auf die Mailänder Pataria für den dortigen Priesternachwuchs verfaßte Historia Mediolanensis nutzt Wunderepisoden als Beleg für die Kontinuität, mit der Gott die ambrosianische Kirche seit ihrer Begründung verteidigt hat. Die Vita Arialdi des Andrea von Strumi schildert, daß Wunder, die das Leben des Patareners Ariald begleiteten, ihn als von Gott gegen die Mißstände des Weltklerus nach Mailand gesandten Propheten bestätigen. Indem nachgezeichnet wird, wie sich Themen, Motive und Figuren aus den Wunderepisoden mit anderen Passagen der Gesamttexte verknüpfen, läßt sich aufzeigen, wie die beiden Werke in ihrer intendierten Verwendungssituation wirken sollten.
Aus dem Inhalt: Methodische Überlegungen zur Untersuchung mittelalterlicher Wunderberichte – Eine Theorie des Wunders – Wunderberichte in der Historia Mediolanensis (Der ordo Ambrosianus; Das Verhältnis zwischen Rom und Mailand; Tod und Begräbnis; Der Erzbischof; baculi ferulae virgae; Die liturgische Gemeinde; Der verheiratete Priester) – Wunderberichte in der Vita Arialdi im Kontext des Gesamttextes und seiner Entstehungssituation.