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Die Kleinsprachen der Welt – Existenzbedrohung und Überlebenschancen

Eine umfassende Dokumentation

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Harald Haarmann

Die Gefährdung von Kleinsprachen ist eine Thematik, die über den engeren fachlichen Rahmen der soziolinguistischen Forschung hinaus immer größere Aufmerksamkeit auch in der Diskussion über Menschenrechte, insbesondere über die kulturellen wie politischen Rechte von Kleinvölkern findet. Angesichts der Aktualität der Existenzbedrohung vieler ethnischer Gruppen und ihrer Sprachen ist es verwunderlich, dass bisher eine Gesamtdokumentation über diese Ethnosprachen, die es in allen Regionen der Welt gibt, ein Desiderat geblieben ist.
Dies ist die erste umfassende Dokumentation ihrer Art, in der die ökologischen Existenzbedingungen kleiner Sprachen auf der Basis umfangreichen Datenmaterials untersucht werden. Die Zahl der Kleinsprachen der Welt, die nurmehr von jeweils 1.000 oder weniger Sprechern gesprochen werden, beläuft sich auf fast 2.000. Viele dieser Sprachen sind gefährdet und vom Aussterben bedroht. Andere wiederum sind trotz ihrer geringen Sprecherzahl relativ resistent gegen Assimilationsprozesse. Die Bedingungen der Existenzbedrohung und mögliche Überlebenschancen auszuloten, ist Aufgabe dieser Studie.
Aus dem Inhalt: Typologie ökologischer Existenzbedingungen von Kleinsprachen im Zeitalter globaler Interkommunikation – Diskussion über Kriterien des Sprachentods – Kritische Analyse sprachplanerischer Prozesse mit Bezug auf Minderheitensprachen.