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Niederdeutsch

Sprache und Literatur der Region

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Ursula Föllner

Sprachlicher und kultureller Wandel vollzieht sich immer in konkreten territorialen und sozialen Bezügen. Am Beispiel einer niederdeutschen Region werden solche Veränderungen nachgezeichnet und in einen größeren räumlichen und theoretischen Rahmen eingeordnet. Die Einzelbeiträge dieses Bandes greifen literatur- und sprachwissenschaftliche Fragestellungen auf, deren zeitliche und thematische Spanne von namenkundlichen Befunden zum Mittelalter bis zu sprachpolitischen Aspekten der Gegenwart reichen. Damit wird der relativ vage Begriff der Region exemplarisch als das Konzept eines sich in verschiedenen Dimensionen (sprachlich, literarisch, ökonomisch u.a.m.) verändernden Raumes beschrieben.
Aus dem Inhalt: Hubertus Menke: Een‘Spraak is man bloots een Dialekt, de sik to Wehr setten kann. Nachlese zur Diskussion um die Europäische Sprachenschutzcharta – Dieter Stellmacher: Gibt es Regionalliteratur? Eine Bilanz von sieben Soltauer Symposien – Claus Schuppenhauer: «Scheet die doot!» seggt Buurlala... Anmerkungen zur Tradition niederdeutscher Kriegsdichtung – Christian Fischer: Zwischen Hoch und Platt. Sprachliche Varietäten im Havelland im 19. Jahrhundert – Ursula Föllner: Niederdeutsch im Magdeburg des 19. Jahrhunderts. Der Protokollband des niederdeutschen Sprachvereins als Quelle der Sprachgeschichtsforschung – Ingmar ten Venne: Ein Atlas frühmittelniederdeutscher Schreibsprachen. Zur Quellenlage in der Magdeburger Region – Saskia Luther: Zu den mittelniederdeutschen Stadtbüchern von Haldensleben als namenkundliche Quelle – Jörn Weinert: Zur Onomastik in der Geschichtlichen Landeskunde des Nördlichen Pagus Serimunt. Eine interdisziplinäre Studie in der Heimat des Sachsenspieglers – Ulrich Wenner: Das Mittelelbische Wörterbuch. Zu Problemen des Regionalbezuges.