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Literalität und Oralität

Mit einer Einleitung von Stephan Haltmayer (Hrsg.) und mit Beiträgen von Georg Danek, Ulrich H. J. Körtner, Wilhelm Lütterfelds, Jörg Salaquarda und Detlev Thiel

Series:

Stephan Haltmayer and Armin Aigner

Literalität (Schriftlichkeit) versus Oralität (Mündlichkeit) – welche von diesen beiden Zugangsformen zur Sphäre des Geistes darf den ersten Platz für sich beanspruchen? Welche von ihnen ist für die Aufschließung dieser Sphäre grundlegender, welche für ihr argumentatives Zusammen- und Weiterwirken dynamischer, fruchtbarer und nachhaltiger? Mag bei diesem Wettstreit auch kein definitiver Sieg einer der beiden Seiten bevorstehen, so bleiben die dabei gewonnenen Einsichten für die Entwicklung des Denkens erfahrungsgemäß in vieler Hinsicht aufschlußreich, wesentlich und gelegentlich sogar staunenswert. Daß dies auch für diesen Sammelband zutrifft, darf an dieser Stelle mit gutem Grund gleichfalls zweifellos erwartet werden.
Aus dem Inhalt: Stephan Haltmayer: Zur Einleitung – Georg Danek: Heldenepik zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit: Homer und die südslawische Tradition – Ulrich H. J. Körtner: Literalität und Oralität als Problem christlicher Theologie – Jörg Salaquarda: Literalität und Oralität in Fr. Nietzsches «Also sprach Zarathustra» – Detlef Thiel: «Sokrates, derjenige, der nicht schreibt». Platons Stoicheiologie – Wilhelm Lütterfelds: Hegels «spekulativer Satz» – eine radikale Kritik am Normalverständnis von Sprache als Rede und Schrift?