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Lateinamerika schreiben

Zur Darstellung von kultureller Alterität in deutschen und lateinamerikanischen Texten

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Sabine Krämer

Lateinamerika - seit über 500 Jahren berichten Schriftsteller mit Faszination über die «Neue Welt». Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind es vor allem die indigenen Kulturen, die die Autoren neu für sich entdecken. Die «Anderen» sind jedoch nicht nur für Europäer ein Anreiz, über die fremde und die eigene Kultur nachzudenken. Der Vergleich deutscher und lateinamerikanischer Literatur zeigt, daß der exotistische Blick im Schreiben über Lateinamerika erstaunlich große Ähnlichkeiten aufweist. Bei den ausgewählten mexikanischen und kubanischen Schriftstellern erscheint er wie eine Reaktion auf europäische Bedürfnisse. Wie ist dieses Phänomen zu erklären? Und wie wirkt es sich auf die poetische Formgebung aus? Die interkulturelle Begegnung von «Alter und Neuer Welt» wird im 20. Jahrhundert als literarischer Dialog fortgesetzt.
Aus dem Inhalt: «Sinnbilder vom südamerikanischen Menschen» (Hermann Graf von Keyserling) – José Vasconcelos und die lateinamerikanische Identitätsdiskussion – B. Travens universalistisches Geschlechterkonzept – Die Darstellung der «Anderen» bei Juan Rulfo – Karnevaleskes Schreiben bei Alejo Carpentier – Haiti in der Darstellung von Hans Christoph Buch.