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Zum Erzählwerk des Shanghaier Modernisten Shi Zhecun (geb. 1905)

Komparatistische Untersuchungen und kritische Würdigung einer sinisierten «Literarischen Psychologie»

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Ralf John

Diese Arbeit widmet sich den zu Unrecht bisher kaum beachteten psychologischen Erzählungen des Shanghaier Modernisten Shi Zhecun aus den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Das hauptsächliche Anliegen der Untersuchung ist komparatistischer Natur. Als Ausgangspunkt dient die in den wenigen Texten der Sekundärliteratur vorgeschlagene Etikettierung der Erzählungen Shi Zhecuns als «Psychoanalyse-Literatur». Nach einer kritischen Hinterfragung dieses Etiketts und anhand einer Gegenüberstellung erzählender Schriften Arthur Schnitzlers mit Texten Shi Zhecuns wird gezeigt, warum chinesische psychologische Erzählliteratur notwendigerweise ein «sinisiertes» Antlitz aufweist. Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung, bei der die besondere Stellung der Erzählungen Shi Zhecuns in der modernen chinesischen Literatur zur Sprache kommt.
Aus dem Inhalt: Shi Zhecun: Grundzüge seiner Erzählkunst – Heranführung an die Verwendung des Begriffes «Literarische Psychologie» bei der Analyse von Werken Arthur Schnitzlers und Shi Zhecuns, auch unter Bezugnahme auf das geistig-kulturelle Klima in der Wiener Moderne sowie im Shanghai der dreißiger Jahre – «Literarische Psychologie» im Original und in «sinisierter» Version. Gegenüberstellung ausgesuchter Erzähltexte von Arthur Schnitzler und Shi Zhecun – Folgerungen aus der Gegenüberstellung und Abschließendes zum Eigenwert bzw. Standort der Erzählungen Shi Zhecuns.