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Das romantische Kind

Ein poetischer Typus von Goethe bis Thomas Mann

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Angela Winkler

Diese Studie widmet sich der Suche nach dem romantischen Kind in der Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die ideologischen Grundvorstellungen des 18. Jahrhunderts prägen diesen rein poetischen Typus. Rousseau, Pestalozzi und Schiller dienen hierbei als Musterbeispiele für den philosophisch-kulturtheoretischen, pädagogischen und ästhetischen Kindheitsdiskurs. Erst Goethe haucht dem Ideologischen mit seiner Mignon-Gestalt literarisches Leben ein und prägt damit spätere Kindergestalten. Anhand zahlreicher Belege dokumentiert die Autorin, ausgehend von Goethe, bei Stifter, Raabe, Keller, Hauptmann, Thomas Mann und Robert Schneider die Kontinuität des romantischen Kindes als poetischen Typus und kulturkritischen Topos.
Aus dem Inhalt: Kindheit bei Rousseau und Pestalozzi – Schiller und das Naive – Goethes Mignon – Das göttliche Kind und das Goldene Zeitalter – Sehnsucht und Melancholie – Das romantische Kind, Genius einer Kunstprogrammatik und Gegenspieler der kunstlosen Alltagsrealität.