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Das «Gesetz» bei Philon von Alexandrien und Flavius Josephus

Studien zum Verständnis und zur Funktion der Thora bei den beiden Hauptzeugen des hellenistischen Judentums

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Reinhard Weber

Diese Studie setzt diejenigen Untersuchungen zur Thematik des «Gesetzes» im hellenistischen Judentum fort und vollendet sie, welche der Autor in der vorliegenden Reihe vor Jahresfrist mit einem ersten Band begonnen bzw. publiziert hat.
Der nunmehrige zweite, abschließende Band beschäftigt sich mit dem Verständnis des «Gesetzes» bei den beiden Hauptvertretern des griechischsprachigen Judentums der Zeitenwende, also bei Philon von Alexandrien und Flavius Josephus. In ihm werden diese ideengeschichtlich in den Kontext ihrer vom hellenistischen Bildungsgeist geprägten Zeit und Umwelt hineingestellt. Die jüdische Thora wird dabei als dasjenige zentrale Instrument herausgearbeitet, mittels dessen diese religionsphilosophisch bzw. historisch orientierten Schriftsteller sich ihrer eigenen religiösen und volkhaften Identität und des Stolzes auf ihre ideellen/literarischen Traditionen vergewissern sowie die apologetische wie offensive Auseinandersetzung mit denjenigen geistigen Strömungen führen, in welche sie sich hineingestellt und durch die sie sich bedrängt sahen.
Aus dem Inhalt: Philon von Alexandrien: Der Umfang der «heiligen Schriften» und die Terminologie – Autoritäts-, Inspirations- und Kanonfrage – Mose bzw. Gott als Geber des Gesetzes – Der Dekalog als Grundprinzip der Einzelgesetze – Die Thora als Welt- bzw. Naturgesetz – Physis und Nomos – Schöpfung und Weltordnung – Kosmische Nomodizee und nomistische Kosmodizee – Weltbürgerschaft und Megalopolis: das eine Weltgesetz und die vielen Staatsgesetze – Exkurs zur Transzendenz Gottes – Josephus: Biographie und Persönlichkeit – Charakteristik der Werke – Die Apologie contra Apionem: Inhalt, Gliederung, Aufbau und thematische Grundlegung und Zielsetzung – Exkurs zur Autoteleologie des Thorastudiums (insbesondere im Rabbinat) – Der Dekalog im Rahmen der Gesetzesepitome Ap II 190-219 – Die Zusammenfassung (II 276-296): Das Lob des Nomos – Die Antiquitates: das Proömium – Die beiden Gesetzesepitomen und ihr Kontext: Ant III 75-294 und Ant IV 176-331 – Zusammenfassung der Ergebnisse und Entwicklung einer Gesamtperspektive: Das Phänomen des sog. hellenistischen Judentums in seiner kulturellen und geschichtlichen Eigenart.