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Einkommensteuer und Wohneigentum

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Silvio Graf

Der gegenwärtig zu beobachtende Steuerwiderstand breiter Bevölkerungsschichten vermag auch Steuergrundsätze in Zweifel zu ziehen, die bis vor kurzem noch als gesichert galten. Gegen die Zurechnung des Nutzwertes der eigenen Wohnung zur einkommensteuerlichen Bemessungsgrundlage sind einerseits steuersystematische andererseits förderungspolitische Argumente ins Feld geführt worden. Unter dem Gesichtspunkt der beiden Grundprinzipien der ökonomischen Steuerlehre Verteilungsgerechtigkeit und Allokationseffizienz erscheint die Frage nach der Zweckmässigkeit der Eigenmietwertbesteuerung bzw. einer einkommensteuerlichen Förderung der Eigenheimbesitzer in einem anderen Licht. Am Beispiel des Kantons Zürich wird gezeigt, dass mit der Einräumung von impliziten Transfers zugunsten der Wohneigentümer beträchtliche Verteilungs- und Allokationseffekte einhergehen, die in der politischen Entscheidungsfindung im In- und Ausland vermehrt zu berücksichtigen sind.
Aus dem Inhalt: Normative Begründung der steuerlichen Erfassung von zugerechnetem Einkommen - Schweizerische Steuerrechtspraxis - Internationaler Vergleich - Aktuelle politische Vorstösse in der Schweiz - Inzidenz einer Reduktion der Eigenmietwerte und steuerliche Förderungswirkung.