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Unterhaltung

Praktisch-theologische Exkursionen zum homiletischen und kulturellen Bibelgebrauch im 19. und 20. Jahrhundert anhand der Figur Elia

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Harald Schroeter-Wittke and Theologische Hochschule

Nach Vorüberlegungen zu einer Praktischen Theologie des Bibelgebrauchs werden die biblischen Grundlagen, die rhetorischen Traditionen und die theologiegeschichtlichen Ausformungen des Phänomens Unterhaltung erörtert. Als anthropologisches Grundbedürfnis stellt Unterhaltung ein Schwellenphänomen dar, das die Freiwilligkeit (post)-moderner Rituale ernst nimmt und auf einem fragmentarischen Identitätskonzept basiert. Dies wird für die Predigtgeschichte analytisch fruchtbar gemacht. Anhand der Identifikationsangebote der Elia-Homilien von Menken, Krummacher u.a. wird gezeigt, warum viele Predigten im 19. Jahrhundert ihr Publikum verlieren. Demgegenüber entwickeln sich unabhängig von der Kirche unterhaltende Formen kulturellen Bibelgebrauchs, z.B. Mendelssohns Elias, deren Chancen anhand zeitgenössischer Elia-Projekte vorgestellt werden.
Aus dem Inhalt: Bibelgebrauch und Unterhaltung: theologische und anthropologische Dimensionen (Augustin, Luther, Schleiermacher, Turner u.a.) – Prophetie und Identität: Elia-Auslegungen im 19. und 20. Jahrhundert (Menken, Krummacher, Bender, Funcke, Schwalb, Hirsch, Lilje, Mendelssohn u.a.) – Prophetie und Unterhaltung: kultureller Bibelgebrauch als missionarische Performance von Kirche in der Postmoderne.