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Völkerfreundschaft im Kalten Krieg?

Die politischen, kulturellen und ökonomischen Beziehungen der DDR zu Italien 1949-1973

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Johannes Lill

Hinter den in der DDR immer wieder bemühten Schlagwörtern von «Völkerfreundschaft» und «internationaler Solidarität» standen harte Notwendigkeiten. War sie doch in ihrem beharrlichen Streben nach diplomatischer Anerkennung stetig bemüht, möglichst vielfältige Kontakte zum Ausland zu erzielen. Gerade Italien mit seiner mächtigen kommunistischen Partei (PCI) bildete hier einen Schwerpunkt. Unter Heranziehung erstmals zugänglicher Dokumente sowie einer detaillierten Analyse von Presse und Publizistik werden der Verlauf und die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen diesen beiden Staaten umfassend nachgezeichnet und in den Kontext der internationalen Blockkonfrontation sowie des deutsch-deutschen Verhältnisses eingebettet. Neben den gegenseitigen Beziehungen werden die Intentionen und Vorstellungen der Akteure auf beiden Seiten herausgearbeitet und diese auf die erreichten Ergebnisse zurückbezogen.
Aus dem Inhalt: Mit einer Analyse der Bedeutung der Anerkennung der DDR für die innere Stabilisierung sowie einer detaillierten Untersuchung des italienischen Deutschlandbildes wird der Rahmen abgesteckt, innerhalb dessen konkrete bilaterale Beziehungen angeknüpft werden konnten. Die wichtigsten Ebenen der Kontakte werden in eigenen Kapiteln umfassend dargestellt. Abgerundet wird das Bild durch einen Ausblick auf die Phase nach der gegenseitigen diplomatischen Anerkennung (1973) bis zum Zusammenbruch der DDR 1989.