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Paul Heyse

Ein Schriftsteller zwischen Deutschland und Italien

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Roland Berbig and Walter Hettche

Paul Heyse, Nobelpreisträger für Literatur 1910, war einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller im 19. Jahrhundert. Neben seinem umfangreichen novellistischen Werk galt sein vornehmliches Interesse der Kunst und Literatur Italiens. Die italienischen und deutschen Beiträger dieses Bandes gehen den aufschlussreichen Spuren nach, die diese intensive Beschäftigung hinterlassen hat. Aus methodisch wechselnder Perspektive werden Heyses Rolle als Literatur- und Kulturvermittler beschrieben, sein auf Italien bezogenes literarisches Werk – einschließlich der anspruchsvollen Nachdichtungen – analysiert und biographische Korrespondenzen vorgestellt. Diese Dimension seines Wirkens wird nicht nur rekonstruiert, sondern eingebettet in ein Gesamtwerk, dessen Reiz und Rang dabei nachhaltig zum Vorschein treten.
Aus dem Inhalt: Raffaella Bertazzoli: Die Rolle von Paul Heyse in der italienischen Literaturwelt – Günter Häntzschel: Zum kulturgeschichtlichen Ort Paul Heyses als Literaturvermittler – Roberto Bertozzi: Paul Heyse als Übersetzer und Vermittler der italienischen Literatur in Deutschand – Walter Hettche: Paul Heyses Novellen vom Gardasee – Matteo Galli: Heyses Italienische Novellen als Makrotext – Rainer Hillenbrand: Heyses sogenannte Falkentheorie – Anna Fattori: «Bürger zweier Welten»? Italien in Heyses Lyrik – Johannes John: «Ich armer idealistischer Thor ...» - Zum Dichterbild in Paul Heyse Spruchbüchlein. Zugleich ein Beitrag zum Thema Epigonalität – Herwig Gottwald: Paul Heyses Mythen und Mysterien – Hans-Albrecht Koch: Märchentheater gegen Alltagswirklichkeit. Ein gemeinsames Rezept von Gozzi und Heyse – Johannes Mahr: «Das Leben darstellen.» Paul Heyses Romane – Gabriella Rovagnati: «Zur Lektüre für unreife Jugend soll das Buch freilich nicht empfohlen werden». Paul Heyses Übersetzung der Mandragola von Niccolò Machiavelli – Markus Bernauer: Zweierlei Moderne. Paul Heyse und Italo Svevo – Hiltrud Häntzschel: Martha’s Briefe an Maria. Paul Heyses Engagement für eine Modernisierung der Mädchenbildung in Bayern – Hans Otto Horch: Jüdische Spuren in Paul Heyses Leben und Werk – Roland Berbig: Das gelobte Land Italien. Paul Heyses italienische Tagebuchnotizen 1852/1853 im Kontext der Italien-Aufzeichnungen von Franz Kugler, Friedrich Eggers und Theodor Fontane – Kristina Koebe: Die «höchste Ehrung, die einem Schriftsteller zuteil werden kann»? Der Nobelpreisträger Paul Heyse – Rainer Hillenbrand: Heyseana aus Heidelberg und Nürnberg. Sieben Briefe von Paul Heyse sowie je einer von Geibel und Lenbach an Heyse – Rainer Hillenbrand: Tagebuchverse von Paul Heyse – Rainer Hillenbrand: Nachlese zur Heyse-Sekundärliteratur.