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Nachhaltigkeit und Kooperation

Zum Verständnis eines Leitbildes und Handlungstyps in einer komplexen Welt

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Torsten Graap

«Nachhaltigkeit» wird als das Leitbild für dieses Jahrhundert angesehen. Es ist mit den vielfältigsten Gegenständen und Wünschen einer besseren Welt theoretisch assoziiert und praktisch verkauft, oftmals aus einer spezifischen Interessensperspektive heraus. Andererseits steht der Handlungstyp der Kooperation im Blickpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Diskussionen. Diese Arbeit widmet sich der theoretischen Frage, was denn eigentlich die Verbindungen zwischen dem Leitbild der Nachhaltigkeit und dem Handlungstyp Kooperation sind. Inwiefern ist also die Nachhaltigkeit der Kooperation inhärent und umgekehrt? Für diese Untersuchung wird der Weg der Interdisziplinarität gewählt, wie ihn die Ökologische Ökonomik bietet. Vor dem Hintergrund einer entropischen und komplexen Welt wird das Leitbild der Nachhaltigkeit als eine differenziert-prozessuale Konstruktion aufgefaßt. Die ebenfalls interdisziplinäre Betrachtung der Kooperation als Prozeß stutzt den Handlungstyp nicht instrumentell zurecht, sondern sieht ihn ebenso naturwissenschaftlich, psychologisch und ethisch als mannigfaltigen Entwicklungsprozeß. Aus der komplexen Gegenüberstellung beider Gegenstände zeigen sich gegenseitige Verbindungen. Kooperation ist im Prozeß sich entwickelnder Nachhaltigkeit elementarer Bestandteil. Andererseits ist Nachhaltigkeit in der Kooperation angelegt.
Aus dem Inhalt: Einleitung – Ökologische Ökonomik (entropische und komplexe Erkenntnisperspektive) – Nachhaltigkeitsleitbild (Organisationsmuster der Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeit als Prozeß) – Kooperation (direkter und indirekter naturwissenschaftlicher Ansatz, enge und weite Kooperation, Kooperation und Konkurrenz, Kooperation als Prozeß) – Verbindungen zwischen Nachhaltigkeit und Kooperation aus den jeweiligen Gegenständen heraus.