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Ottilie von Goethe (1796-1872)

Biographie und literarische Beziehungen der Schwiegertochter Goethes

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Karsten Hein

Ottilie, geborene v. Pogwisch, wurde 1817 die Gattin von Goethes Sohn August und zog in das berühmte Weimarer Haus am Frauenplan ein. 15 Jahre lang war sie die nächste Mitbewohnerin des Dichters. Das Leben dieser faszinierenden Frau wird hier erstmals wissenschaftlich umfassend dargestellt. Die geistreiche Schwiegertochter entwickelte sich rasch zum Anziehungspunkt der internationalen Gästeschar des alten Goethe. 1829 gründete sie die Zeitschrift Chaos, in der neben Goethe und den Weimarer Freunden auch zahlreiche berühmte Zeitgenossen vertreten waren. Mit Ottilie wohnte auch ihre Schwester Ulrike zehn Jahre lang unter Goethes Dach. August starb 1830 in Italien, Goethe im Jahr 1832. Das Testament des Schwiegervaters machte Ottilie eine zweite Heirat finanziell unmöglich. Es folgten Jahre mit wechselnden Aufenthaltsorten. Der Schriftsteller Gustav Kühne erklärte Ottilie nach ihrem Tod zu Goethes ideeller Tochter, zum Vorbild des «Ewig-Weiblichen» des zweiten Faust-Teils; sie sei «im Empfinden ein Genie». Ihr Leben ist als einzelnes nicht darzustellen, und so bildet dieses Buch auch eine Familiengeschichte der Goethes von Ottlies Geburt bis zum Tod des letzten Goethe, Ottilies älterem Sohn.
Aus dem Inhalt: Die Zeitschrift «Chaos» – Verwendung archivalischer Quellen als Ergänzung zu Goethes Briefen und Tagebüchern – Ottilies Mitarbeit an der englischen Übersetzung von Goethes Tasso – Neues weibliches Selbstverständnis – Familiengeschichte der Goethes bis zu ihrem letzten Vertreter, Ottilies älterem Sohn.