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Die Umwandlung der DDR-Landwirtschaft im Prozeß der Deutschen Wiedervereinigung

Ökonomische Zwänge – Politische Entscheidungen

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Johannes Warbeck

Die Umwandlung der DDR-Landwirtschaft nimmt im Wiedervereinigungsgeschehen eine Sonderrolle ein: Nicht typisch westliche Strukturen, also relativ kleine familienbäuerliche Höfe dominieren den ostdeutschen Agrarsektor heute, sondern große und industriemäßig organisierte Unternehmen meist in für die bäuerliche Welt Westdeutschlands ungebräuchlichen, gemeinschaftlichen Rechtsformen. Wie konnten wesentliche Bestandteile des ehemaligen DDR-Agrarleitbildes überleben? Der Autor kommt schrittweise zur Erkenntnis, daß sowohl ökonomische als auch politische Zwänge für die in den neuen Bundesländern eingetretene Entwicklung herangezogen werden können: Weder kam das seit langem kränkelnde, subventionsabhängige bundesdeutsche Agrarsystem als überzeugendes Zielmodell für den ostdeutschen Agrarsektor in Frage, noch hätte es die politische Willenslage zugelassen, die über vierzigjährige Entwicklung der ostdeutschen Agrarstrukturen wieder vollständig rückgängig zu machen.
Aus dem Inhalt: Wirtschaftliche Ausgangssituation des west- und ostdeutschen Agrarsektors Ende der achtziger Jahre – Politische Positionen der Akteure und Gruppen in der Formulierungsphase der Staatsverträge – Politische Grundsatz- und Detailentscheidungen für die Transformation – Erfolgreiche Umwandlung?