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Rudolf von Habsburg

Königliche Landfriedenspolitik im Spiegel zeitgenössischer Chronistik

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Ulrike Stutzky

Die Wahl Rudolfs von Habsburg zum römischen König 1273 markiert das Ende einer von Gewalt geprägten Zeit. Das Bild Rudolfs als Bezwinger der Friedensbrecher ist bereits von spätmittelalterlichen Geschichtsschreibern gezeichnet worden. Nach einer flüchtigen Lektüre ihrer Berichte mag der Eindruck entstehen, die Chronisten hätten zur Idealisierung des Herrschers auf Topoi zurückgegriffen. Eine tiefgehende Betrachtung der Überlieferungen und Vergleiche mit den normativen Quellen rudolfinischer Landfriedenspolitik verdeutlichen jedoch, daß sich die erzählenden Quellen auf reale Herrschaftsmaßnahmen des Habsburgers zur Durchsetzung der pax bezogen. Sie vermitteln ein zeitgenössisches Verständnis königlicher Friedenspolitik und verdeutlichen Formen und Inhalte königlicher Friedenssorge.
Aus dem Inhalt: Verfassungsrechtliche Strukturen der Königsherrschaft Rudolfs von Habsburg in der zeitgenössischen Geschichtsschreibung - ein regional geordneter Überblick – Erste Maßnahmen zum Friedensschutz im Urteil zeitgenössischer Chronisten – Die Landfriedenserlasse des Königs – Der König im Kampf gegen Friedensbrecher – Fallbeispiele bewaffneter Aktionen des Habsburgers in der Überlieferung erzählender Quellen – Die Bedeutung des königlichen Schiedsgerichtes.