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Die Judenverfolgung in autobiographischer Literatur

Erinnerungstexte nichtjüdischer Deutscher nach 1945

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Ingo Piel

In dieser Studie werden vier Beispiele autobiographischer Literatur nichtjüdischer Autoren nach 1945 untersucht. Im Mittelpunkt des Interesses stehen die Wahrnehmung und Darstellung der nationalsozialistischen antijüdischen Politik. Die Erinnerungstexte von Ernst von Salomon, Axel Eggebrecht, Erich Ebermayer und Günther Weisenborn werden vermittels eines klar umrissenen Fragenkataloges daraufhin untersucht, wie sie die antijüdische Politik widerspiegeln, rezipieren und bewerten. Die Interpretation der Befunde erfolgt vor dem Hintergrund ihrer individuellen weltanschaulichen Positionen. Das Ergebnis – die Schranken nichtjüdischer Erinnerungsfähigkeit – wird abschließend unter Zuhilfenahme psychoanalytischer Theoreme vertieft.
Aus dem Inhalt: Antisemitismus und NS-Zeit – Gattungstheoretisches – Forschungsstand – E. v. Salomon: Der Fragebogen – A. Eggebrecht: Der halbe Weg – E. Ebermayer: «Denn heute gehört uns Deutschland...» – G. Weisenborn: Memorial – Interpretationen – Der NS-Antisemitismus aus psychoanalytischer Sicht – Schlußbemerkungen.