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Internationalismen im Wortschatz der Politik

Interlexikologische Studien zum Wortschatz der Politik in neun EU-Amtssprachen sowie im Russischen und Türkischen

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Andrea Kolwa

In dieser Arbeit werden die theoretischen und methodischen Ansätze der erst seit 1990 an Bedeutung gewinnenden Internationalismenforschung dargestellt und diskutiert. Anhand von vergleichenden Studien im Wortschatz der Politik werden zentrale Thesen überprüft und präzisiert. Ein besonderes Interesse gilt der Kongruenz von verschiedensprachigen Lexemen, vornehmlich auf der bislang kaum berücksichtigten lautlichen Ebene. Es zeigt sich, dass die Zuordnung eines Lexems zu einem Internationalismus oft von der Sprachkompetenz eines Sprechers abhängt. Darüber hinaus wird die besondere Problematik der Bestimmung von äquivalenten Lexemen im Wortschatz der Politik deutlich. Zum Schluss wird der Nutzen der gewonnenen Erkenntnisse vor allem für den Fremdsprachenunterricht aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Kommunikationstheoretische und -historische Voraussetzungen der Internationalismenforschung – Geschichte der Interlexikologie und Interlexikographie (in der ehemaligen Sowjetunion, DDR sowie in der Bundesrepublik Deutschland) – Definitionen von Internationalismus – Deskriptionsmodelle von interlingualen Zeichen – Gliederung und Problematik des politischen Wortschatzes – Vergleichende Studien zur Graphematik, Phonologie, Morphologie und Semantik von verschiedensprachigen politischen Lexemen – Nutzen der Interlexeme als positive Transferbasen.