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Die Geschichte der Königlich Bayerischen Gewehrfabrik in Amberg (1871-1918)

Ein Beitrag zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Bayerns

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Thomas Janssens

Die Anfänge einer Diskussion über die Einflüsse des Militärs auf die Gesellschaft reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Eine sich vom Partei- und Interessenstandpunkt zögernd lösende Bemühung um Aufklärung der Zusammenhänge hat erst nach dem Zweiten Weltkrieg ernsthaft begonnen. Dabei hat sich die Aufmerksamkeit der Auseinandersetzung im Schwerpunkt der politischen Ebene zugewandt und weniger der nicht immer klar erkennbaren Ausstrahlung des Militärs auf andere Bereiche der Gesellschaft. Abgesehen von dieser Einseitigkeit ist eine objektive und umfassende Betrachtung der Thematik unter dem Aspekt «Militär als Unternehmer und Arbeitgeber» dadurch beeinträchtigt, daß sie unter dem Schlagwort «Militarismus» stattfindet, welches so konnotiert ist, daß eine unter dem Gesichtspunkt der wissenschaftlichen Neutralität zu führende Diskussion bis jetzt nicht oder nur im Ansatz stattgefunden hat.
Aus dem Inhalt: Die Gewehrfabrik aus Amberg in der Oberpfalz – Die Erziehung einer vom ländlichen Lebensrhythmus geprägten Lebens- und Arbeitsweise hin zum Industriearbeiten – Von der 1801 gegründeten Gewehrfabrikmanufaktur zum Industriebetrieb im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts mit mehreren tausend Mitarbeitern.