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Die italienische Diskussion über die deutsche Ost- und Entspannungspolitik (1966-1973)

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Christine Scheib

Die Studie analysiert die Debatte, die in Italien über die von der Bundesregierung initiierte Neuorientierung ihrer Außenpolitik geführt wurde. Die Ostpolitik, die sowohl Fragen der Ost-West-Entspannung als auch das zentrale Problem im Nachkriegseuropa, die deutsche Frage, in sich vereinte, bot sich angesichts der besonderen innenpolitischen Situation Italiens als Untersuchungsgegenstand an: Der Ausschluß der kommunistischen Partei von der Regierungsbildung hatte zu einer Dauerherrschaft der Christdemokraten geführt und die Grenzen des Kalten Krieges quer durch die Parteienlandschaft verlaufen lassen. Die dominierende Rolle der Parteien spiegelt sich auch in dieser Arbeit wider, die neben Parteigeschichte und außen- und entspannungspolitischen Positionen auch bilaterale Parteibeziehungen in die Analyse einbezieht.
Aus dem Inhalt: Einführung in die italienische Innenpolitik und die entspannungspolitischen Voraussetzungen – Überblick über den Stand der deutsch-italienischen Beziehungen, auch im multilateralen Kontext – Zwei Fallstudien: zur Debatte über den sowjetischen Einmarsch in Prag und zu den Haltungen zur deutschen Frage – Untersuchung der Diskussionen über die Ostpolitik auf Regierungs- und diplomatischer Ebene sowie auf der Ebene der politischen Parteien.