Show Less
Restricted access

Der Begriff des Sachmangels im deutschen und im englischen Kaufrecht

Reformbedarf aufgrund der Verbrauchsgüterkauf-Richtlinie 1999/44/EG

Series:

Monika Prieß

Die rechtsvergleichende Untersuchung zum Sachmangelbegriff im deutschen und im englischen Kaufrecht erfolgt nicht als Selbstzweck, sondern mit Blick auf die derzeit viel diskutierte deutsche Kaufrechtsreform, die – angestoßen durch die Verbrauchsgüterkauf-Richtlinie – gegenwärtig den Gesetzgebungsprozeß durchläuft und bis Ende 2001 abgeschlossen sein muß. Geklärt wird die Frage, ob eine der wesentlichen Zielsetzungen der Richtlinie – nämlich die Vereinfachung der nationalen Vorschriften durch deren Angleichung an die Regelungen des UN-Kaufrechts – im Zuge ihrer Umsetzung erreicht werden kann. Ferner werden die verschiedenen Möglichkeiten der Richtlinienumsetzung – insbesondere die für das deutsche Recht vorgeschlagene Verknüpfung mit einer umfassenden Schuldrechtsreform – dargestellt.
Aus dem Inhalt: Darstellung der Grundzüge der kaufrechtlichen Gewährleistungssysteme (Deutschland, England, Verbrauchsgüterkauf-Richtlinie und UN-Kaufrecht) – Begriff des Sachmangels im allgemeinen (Subjektive oder objektive Bestimmung; Gleichstellung mit Falschlieferungen und Mengenabweichungen) – Begriff des Sachmangels im besonderen (Übereinstimmung mit Beschreibung, Probe oder Muster; Eignung für einen bestimmten, vom Käufer angestrebten Zweck; Eignung für gewöhnliche Gebrauchszwecke; übliche Qualität und Leistungen) – Ausschluß der Haftung – Zusammenfassung der Einzelergebnisse – Bewertung der Richtlinienregelung und Vorschlag zur Umsetzung im deutschen und im englischen Recht.