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Schriftlichkeit im Alltag

Theoretische und empirische Aspekte - am Beispiel eines Schweizer Industriebetriebes

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Die Arbeit ist theoretischen und empirischen Untersuchungen der Schriftlichkeit im Alltag gewidmet. Ausgehend vom Interesse der Medien am Analphabetismus in den westlichen Industriegesellschaften wird zuerst das wissenschaftliche Bild vom Schreiben aufgearbeitet und in seiner starren Gegenüberstellung zum Sprechen kritisiert: Schreiben im Alltag ist nämlich nicht durchwegs eine schwierige und komplizierte Sprachtätigkeit und entspricht insofern nicht den gängigen, meist sehr engen Definitionen von schriftlicher Sprachproduktion. Die in einem Industriebetrieb durchgeführte empirische Untersuchung zeigt, inwiefern viele der als fundamental behaupteten Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit bei genauerem Hinsehen zerbröckeln, so dass von einem «Wesen» des Schreibens viel weniger übrig bleibt als ursprünglich gedacht.

«Soziolinguistisch interessant ist dieser Bericht insbesondere auch durch die spezifische Schweizer Situation mit der Mundart als Standardsprache und dem Hochdeutschen als Schriftsprache im Sinne des Wortes.» (Beiträge zur Geschichte der dt. Sprache + Literatur)