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Kriegsgesellschaften (1914-1918)

Arten, Rechtsformen und Funktionen in der Kriegswirtschaft des Ersten Weltkrieges

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Momme Rohlack

Der Erste Weltkrieg brachte neben den militärischen gewaltige wirtschaftliche Belastungen und Herausforderungen für das damalige Deutsche Reich mit sich. Infolge der unzureichenden Kriegsvorbereitungen und der starken Importabhängigkeit kam es darauf an, ein System staatlicher Zwangswirtschaft unter Beteiligung der Privatwirtschaft aufzubauen. Dazu wurden in Ergänzung zur neugeschaffenen Kriegswirtschaftsverwaltung sogenannte Kriegsgesellschaften errichtet, die sich mit der Durchführung der staatlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen befaßten. Diese institutionellen Neuschöpfungen stellten das zentrale Instrumentarium zur Bewstellten das zentrale Instrumentarium zur Bewältigung der Versorgungskrise dar. Gleichzeitig entwickelten sie sich mit zunehmendem staatlichen Einfluß zu einer Art kriegswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente.
Aus dem Inhalt: Die Kriegsgesellschaften als Element der Kriegswirtschaft: Begriffsbestimmung, Abgrenzungen, Stellung und Funktionen der Kriegsgesellschaften in der Kriegswirtschaft – Überblick über die verschiedenen Gesellschaftsarten: Kriegsaktiengesellschaften, Kriegsgesellschaften mbH, Kriegsabrechnungsstellen, Kriegsausschüsse – Nähere Untersuchung typischer Kriegsgesellschaften aus dem kriegswirtschaftlich relevanten Branchen Rüstungs-, Ernährungs- und Textilwirtschaft: Die Kriegsmetall-Aktiengesellschaft, die Reichsgetreidestelle, Geschäftsabteilung GmbH, die Kautschuk-Abrechnungsstelle, der Kriegsausschuß der Deutschen Baumwollindustrie – Gründungsgeschichte, Unternehmensgegenstand, Gesellschaftsorgane, äußerer sowie innerer Geschäftsbetrieb – Stellung und Entwicklung der Gesellschaft innerhalb der Kriegswirtschaft.