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«sòi mendan« – Die Sache mit dem Wasser...

Eine medizinethnologische Untersuchung zum Zusammenhang von Wasser und Krankheit aus indigener Sicht

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Julia Katzan

In dieser Arbeit wird der Zusammenhang von Wasser und Krankheit aus indigener Sicht am Beispiel der Kissi in Guinea, Westafrika untersucht. Diese Perspektive blieb in der Fachliteratur bislang weitgehend unbeachtet. Methodisch basiert diese ethnologische Feldforschung auf einer Kombination von teilnehmender Beobachtung mit verschiedenen Interviewtechniken. Sie bezieht nicht verbalisiertes, in Handlungen ausgedrücktes Wissen mit ein. Eine bestechend ökologische Nutzungsordnung für Wasser sowie wasserbezogene Klassifikation und Ätiologie von Gesundheitsproblemen, eingebettet in Wasser- und Reinheitskonzepte der Kissi, wird sichtbar. Zusätzlich wird die zentrale Bedeutung des Brunnenbaus für den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Wassernutzungsordnung der Kissi – Wasser- und Reinheitskonzept der Kissi – Wasserbezogene Klassifikation und Ätiologie von Gesundheitsproblemen aus Kissi-Sicht – Relevanz von wasserbezogenem nicht verbalisiertem Wissen – Brunnenbau als Schlüssel zu wissenschaftlicher Erkenntnis.