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Ehe und Ehelosigkeit in der Alten Kirche

(1.-3. Jahrhundert)

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Charles Munier

Die Ehelehre der Alten Kirche stellt ein Gesamtgefüge von Konzeptionen dar, die in vielfacher Beziehung von den Sitten und von den juristischen Prinzipien abweichen, welche das Recht der Antike bestimmen: sie anerkennt die Würde der Ehe, ordnet ihr aber die Gott geweihte Jungfräulichkeit über; sie lehrt die Freiheit, zwischen Ehestand und Zölibat zu wählen, ferner die Möglichkeit für alle, eine nach christlichen Prinzipien geführte Verbindung einzugehen, sowie die Gleichheit der Gatten in bezug auf die ehelichen Pflichten, insbesondere in bezug auf die Pflicht der Treue; sie hält mit Entschiedenheit an der Unauflösbarkeit des Ehebandes fest. Bevor sie ihren Einfluss auf die Institutionen ausüben konnte, musste sich die christliche Lehre aber zuerst in vielen Punkten präzisieren.
Aus dem Inhalt: Biblische Grundlagen und jüdische Tradition - Das Neue Testament - Die Anfänge christlicher Askese - Die Apologeten des 2. Jahrhunderts - Der Kampf gegen die Gnosis - Die griechischen Kirchenväter des 3. Jahrhunderts - Die lateinischen Schriftsteller des 3. Jahrhunderts - Auf dem Weg zu einer kirchlichen Gesetzgebung.