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Die Anthropologie E.T.A. Hoffmanns und ihre Rezeption in der europäischen Literatur im 19. Jahrhundert

Eine Untersuchung insbesondere für Frankreich, Rußland und den englischsprachigen Raum, mit einem Ausblick auf das 20. Jahrhundert

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Aurélie Hädrich

E.T.A. Hoffmann ist der bekannteste deutsche Autor im 19. Jahrhundert geworden. Denn Hoffmanns Werk hat wenige Jahre nach seinem Tod bereits in der literarischen Welt Frankreichs, Englands, Amerikas und Rußlands Aufsehen erregt. Die Gründe für diese enthusiastische Hoffmannsche Rezeption werden an Motiven und Weltanschauungen bei Hoffmann und seinen Nachahmern verdeutlicht. Hoffmann bringt die Romantik zu Ende und wird als Begründer der neuen Gattung des Phantastischen gefeiert. Durch Hoffmann entsteht daher eine neue Weltauffassung, die als internationales Phänomen rezipiert wird und die Dichtkunst dabei verwandelt. Hoffmann leitet den Prozeß ein, der über den «conte fantastique» zum Realismus führt. Dies verleiht ihm den Titel eines Wegbereiters der Moderne.
Aus dem Inhalt: Die phantastische Weltwahrnehmung: Die Erneuerung der Tradition – Die kontrastvolle Atmosphäre – Die ambivalente Personenbeschreibung – Ein neues Genre – Hoffmann als notwendige Etappe – Die Psychologisierung: Eine moderne Menschenauffassung – Die Dualität der Liebe – Die psychologische Tiefe – Ein dualistisches Weltbild – Weltbild als Kunstbild: Die Rolle der Kunst – Die Entlarvung – Der moderne Humor – Die Utopie einer Versöhnung.