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Die Freiland-Siedlung Gildenhall

Kunsthandwerk, Lebensreform, Sozialutopie

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Kristina Bake

Inflation, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Verdrängung des Handwerks durch die Industrie: Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg steckten voller Probleme. Erbe dieser Zeit sind aber nicht die Probleme der Menschen, sondern die erstaunlichen Lösungen, die sie dafür fanden.
Gildenhall spiegelt den Aufbruchsgeist einer ganzen Generation. In kaum einer anderen Siedlung kristallisieren sich derart vielfältig die Strömungen der zwanziger Jahre. Die Siedler verbanden Ideen der Gartenstadt- und der Genossenschaftsbewegung, der Boden- wie der Lebensreform mit denen des Deutschen Werkbundes und des Bauhauses. Die Ziele der Siedlung, für die namhafte Architekten wie Otto Bartning und Adolf Meyer entwarfen, waren Aufhebung des Bodenmonopols, Siedeln und Arbeiten nach gemeinwirtschaftlichen Prinzipien, Gesundung des Handwerks und Produktion modernen Kunsthandwerks.
Eine wissenschaftliche Monographie, die Gildenhall aufarbeitet und im zeitgenössischen Kontext wertet, stand bisher aus.
Aus dem Inhalt: Die Siedlung und ihre Bewohner – Architektur – Die Kunsthandwerker – Der historische Kontext: Sozialreform, Kunsthandwerk, Architektur – Arbeitsschule – Deutscher Werkbund – Bauhaus.