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Etablierung eines rassenhygienischen Standardwerkes 1921-1941

Der "Baur-Fischer-Lenz</I> im Spiegel der zeitgenössischen Rezensionsliteratur

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Heiner Fangerau

Die angesehenen Wissenschaftler Erwin Baur, Eugen Fischer und Fritz Lenz veröffentlichten im Jahre 1921 gemeinsam ihren berühmten Grundriss der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene. Zwischen 1921 und 1941 wurde das Werk in vielen wissenschaftlichen und allgemein verständlichen in- und ausländischen Zeitschriften rezensiert. 324 Rezensionen wurden systematisch aufgearbeitet und liefern ein repräsentatives Bild der zeitgenössischen Rezeption des Werkes. Die Rezensenten waren Akademiker, die meisten von ihnen Ärzte. Da sie die Gefährlichkeit der in diesem Buch geäußerten Ideen nicht erkannten und nicht vor ihnen warnten, konnte sich der Baur-Fischer-Lenz lange vor 1933 als Standardwerk etablieren und die Rassenhygiene als Staatsideologie des Dritten Reiches vorwegnehmen.
Aus dem Inhalt: Zur Geschichte der Rassenhygiene – Der Baur-Fischer-Lenz und der J. F. Lehmanns Verlag – Rezensionsgeschichte des Baur-Fischer-Lenz – Der Weg zum Standardwerk – Rezensionen zum Thema «Judentum» im Baur-Fischer-Lenz – Die Rezensenten des Baur-Fischer-Lenz: Ärzte, Biologen, Juristen ...