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Individualpsychologische Literaturinterpretation

Alfred Adlers Individualpsychologie und ihr Beitrag zur Literaturwissenschaft

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Leopold Schimmer

Alle tiefenpsychologischen Richtungen haben sich mit Literatur auseinander gesetzt. Aber im Gegensatz zu Sigmund Freuds Psychoanalyse und C. G. Jungs Analytischer Psychologie wurde Alfred Adlers Individualpsychologie von der Literaturwissenschaft weitgehend ignoriert oder falsch interpretiert. Diese Arbeit will Versäumtes nachholen, Irrtümer richtig stellen. Sie zeigt die deutschsprachige individualpsychologische Literaturinterpretation von den Anfängen bis zum Jahr 2000. Die Literaturtheorie, Dichter- und Werk-Interpretationen Adlers (Fjodor Dostojewski und Alfred Bergers «Hofrat Eysenhardt») und seiner Nachfolger werden untersucht. Eine Einführung in die literaturpsychologisch relevanten Begriffe und die Theorie der Individualpsychologie geht dem voraus. Die Individualpsychologie hat ein Konzept der Literaturtheorie geschaffen und ihre Vorstellungen in 16 Dichter- und 33 Werk-Interpretationen erprobt. Zur Überprüfung dieser Leistung werden einer Dichter-Interpretation (Friedrich Hebbel) und drei Werk-Interpretationen (Friedrich Schillers «Verbrecher aus verlorener Ehre», Adalbert Stifters «Brigitta» und Thomas Manns «Tod in Venedig») andere Interpretationsansätze gegenübergestellt.
Aus dem Inhalt: Individualpsychologie – Individualpsychologische Literaturinterpretation – Resümee der individualpsychologischen Interpretation – Individualpsychologische Literaturinterpretation und ihre Rezeption in der Literaturwissenschaft – (K)eine Individualpsychologische Literaturwissenschaft? – Thesen zur Individualpsychologischen Literaturinterpretation.