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Wege aus dem Krieg

Strategien literarischer Verarbeitung des Vietnam-Traumas in den Romanen von Tim O’Brien

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Carsten Blatt

Der verlorene Vietnamkrieg war das Trauma der USA im 20. Jahrhundert. Dieses Buch zeichnet die Wege aus dem Krieg nach, die Tim O’Brien mit seiner literarischen Auseinandersetzung wählt. Es zeigt die Entwicklung eines Autors und seines Sujets auf. O’Briens Protagonisten befinden sich stets in einem traumatischen Zwiespalt zwischen Flüchten oder Kämpfen. Bisher wurde diesem Hauptmotiv in der Sekundärliteratur wenig Beachtung geschenkt. Dieses Buch hat sich ganz dem Ziel der Beleuchtung der inhaltlichen und strukturellen Interdependenzen dieses Motivs verschrieben. Ein close reading von O’Briens Büchern verdeutlicht die Entwicklung der Verarbeitung der Vietnam-Erfahrung und erhellt dadurch das amerikanische Vietnam-Trauma selbst. Erstmals liegt damit in deutscher Sprache eine grundlegende Analyse von O’Briens Werk vor.
Aus dem Inhalt: Amerikanische Vietnamliteratur – Zeitgeschichtlicher Kontext – If I Die in a Combat Zone: zwischen Autobiographie, Fiktion und Philosophie – Die Flucht im Kampf selbst – Der Kampf mit den Vorbildern – Going After Cacciato: zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Die Aufhebung der Chronologie – Von Kriegswirklichkeit und Medienwirklichkeit – Die Imagination als Ausdruck und Reflexion – In the Lake of the Woods: zwischen Erinnerung und Verdrängung – Der Krieg als Zaubertrick – Kein Frieden nach dem Krieg – Die verpaßte Initiation – John Wade ist Amerika.