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«Neapolitanische Schule»

Lokalstilistische Ausprägungen in der Oper des Settecento

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Robert Lang

Eine Gruppe von Opernkomponisten, die Lehrer oder Schüler an einem der vier Konservatorien Neapels waren, ist seit dem 18. Jahrhundert als «neapolitanische Schule» bekannt. Die Reichweite dieser künstlerisch-pädagogischen Tradition ist umstritten, doch entbehrte die Debatte, die in jüngerer Zeit zur Verbannung dieses Begriffs aus der Opernforschung geführt hat, bislang jeder musikalisch-analytischen Fundierung. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Frage, ob in den Bereichen der städtischen commedia per musica und der metastasianischen opera seria eine neapolitanische Lokaltradition existierte. Vergleichende Analysen eines bisher weitgehend unedierten Notenmaterials sowie Methoden aus benachbarten Disziplinen wie Ethnologie und Dialektologie ermöglichen es, der Diskussion über das Vorhandensein eines spezifisch neapolitanischen Opernstils im Settecento eine sichere Basis zu geben.
Aus dem Inhalt: Folkloristische Stilelemente in der commedia per musica – Operaseria-Arien im Vergleich: Leo, Pergolesi, Jommelli, Trajetta und deren norditalienische Zeitgenossen – Die Koloratur und ihre lokalstilistischen Spezifika – Schulen und Stile: Neapel im Vergleich mit Mannheim und Wien.