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Hört auf zu lesen, Kinder!

Die philanthropische Rezeptionserziehung

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Ingo Karwath

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand der literarische Markt. Die soziale Literalität nahm zu, und in einer Leserevolution veränderte sich das Rezeptionsverhalten der Bevölkerung. Das Buch war im historischen Moment ein neues Medium. Mit dem irreversiblen Schriftspracherwerb aber wurden Kinder und Jugendliche autonome Leserinnen und Leser. Die Pädagogik der Zeit stellte sich darum die Aufgabe, die Initiation in die Schriftkultur erzieherisch zu kontrollieren. Die Rezeptionserziehung, eben die Theorie und Praxis dieser Kontrolle, ist der Gegenstand dieses Buches. Quellen der Untersuchung sind sowohl ausgewählte pädagogische Fachschriften als auch Kinder- und Jugendliteratur der Zeit von 1750 bis 1800.
Aus dem Inhalt: Buch, Mensch und Gesellschaft – Die Rezeptionserziehung in der Campe’schen «Revision» – Die belesenen Insulaner der Verfasser Campe, Wezel und Sander – Die Vorreden in den moralisch-belehrenden Kinder- und Jugendbüchern von 1750 bis 1800.