Show Less
Restricted access

Die Welt der Musik des Bernard Shaw

Ein außergewöhnlicher Musikkritiker und seine Zeit

Series:

Gebhard Redlin

Mit ausgewählten Texten von Bernard Shaw wird ein Bild des Musiklebens der spätviktorianischen Epoche aus Sicht des Kritikers gezeichnet. Wir erhalten Einblick in die Opernhäuser und Konzertstätten im damaligen London, wir machen mit ihren bedeutendsten Künstlern Bekanntschaft. Mit beißender Ironie geißelt Shaw Inkompetenz, Filz und Heuchelei. Er schwingt die Fahne für Wagner aber kritisiert den Status von Bayreuth. Der Ring des Nibelungen dient ihm zur Formulierung seines gesellschaftskritischen Credos. Er bekennt seine tiefe Liebe zu Mozart und zur deutschen Musik, doch Johannes Brahms wird zum «gefühlvollen Lüstling» abgestempelt. Verknüpfungen zwischen deutschem und englischem Musikleben werden evident. Dabei wird deutlich: Der Magier der Vernunft zeigt dann Blößen, wenn er sich selbst in Gefühle verrennt.
Aus dem Inhalt: Wie man Musikkritiker wird – Das Mapleson-Gye-Regime und seine Primadonnen – Pro Wagner - kontra Harris und «seine Truppe von der Pariser Oper» – Von der St. James Hall zum Crystal Palace – Bassetto in Bayreuth – Herr Richter und sein blaues Band – Oratorien und Heucheleien – Guter alter Don Giovanni – Wie Händel gesungen werden soll – Eine Halb-Passion – Ein gefühlvoller Lüstling – Ein weiteres Wort über Verdi – Der vollkommene Wagnerianer – Die «Elektra-Kontroverse» – Die Quintessenz Shaw’scher Musikkritik.