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Individuum und Umwelt

Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozesse in individuenbasierten tierökologischen Modellen

Series:

Hauke Reuter

Ökologische Systeme zeichnen sich durch komplexe veränderliche Interaktionsnetzwerke, eine hohe zeitliche Variabilität und Heterogenität in der räumlichen Organisation aus. Konventionelle mathematische Repräsentationen scheitern häufig bei der Analyse dieser Gegebenheiten. Die individuenbasierte Modellierung erlaubt es hingegen, diese Variabilitäten abzubilden und so kontextübergreifende Erklärungsmuster zu liefern.
Die Reichweite dieses Ansatzes wird anhand mehrerer ausführlich dargestellter Modelle aufgezeigt:
– Die Ursachen der Populationszyklen von Kleinsäugern sind Thema eines langen Diskurses in der Ökologie. Das individuenbasierte Modell integriert die zentralen Faktoren und führt zu neuen Erklärungsmustern.
– Die Ausbreitung von Bodenarthropoden wird unter Berücksichtigung von Landschaftsstruktur, Aktivitätsmuster und Lebenszyklus simuliert. Dies ermöglicht z.B. die Untersuchung der Verbindungswirkung von Hecken im Rahmen von Naturschutzmaßnahmen.
Weiterhin wird ein generischer Modellansatz vorgestellt, der es erlaubt, zahlreiche zoologische Fragestellungen modellgestützt zu untersuchen. Der Band gibt ferner einen Überblick über in der Ökologie übliche Modellierungsmethoden und diskutiert neue Erkenntnisse für die Modellierungstheorie und theoretische Ökologie.
Aus dem Inhalt: Modellkonzepte zur Darstellung biotischer Zusammenhänge – Generisches Modellsystem zur Simulation tierökologischer Prozesse – Ausbreitung von Laufkäfern in heterogenen Landschaften – Populationszyklen von Kleinsäugern – Formation von Fischschwärmen – Reproduktionsbiologie von Rotkehlchen – Integrative Funktionen individuenbasierter Modellsysteme.