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Wechselkurszielzonen und Geldpolitik

Voraussetzungen für die Tragfähigkeit eines Zielzonensystems

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Karin Radeck

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Voraussetzungen, unter denen ein Zielzonensystem festen Wechselkursen und flexiblen Wechselkursen vorzuziehen ist. Dabei werden die verschiedenen Wechselkurssysteme in einen stochastischen Modellrahmen integriert und die Bestimmungsgründe für den optimalen Grad an Wechselkursflexibilität hergeleitet. Eine Erweiterung um zeitvariable Risikoprämien zeigt, daß sterilisierte Devisenmarktinterventionen nur kurzfristig effizient sind. Durch die Modellierung von endogenen Realignmentrisiken wird die empirisch zu beobachtende Zins- und Wechselkursdynamik abgebildet. Die Arbeit kommt zu dem Schluß, daß sich die Vorteile eines Zielzonensystems nur dann einstellen, wenn der Freiraum in der Geldpolitik zur Bekämpfung verbleibender Inflationsrisiken genutzt wird.
Aus dem Inhalt: Harte versus weiche Wechselkurszielzonen – Theoretische Darstellung, wirtschaftspolitische und empirische Implikationen des Grundmodells einer Wechselkurszielzone von Paul Krugman – Auswirkungen von risikoaversem Verhalten der Kapitalmarktteilnehmer bzw. von Risikoprämien auf die Wechselkursdynamik in einem Zielzonensystem – Voraussetzungen für die Überlegenheit einer Wechselkurszielzone gegenüber festen und flexiblen Wechselkursen und Implikationen für Transformations- und Schwellenländer – Berücksichtigung der Risiken eines Regimekollaps einerseits und von Leitkursanpassungen andererseits auf die Wechselkurs- und Zinsdynamik in einem Zielzonensystem.