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Terrena non amare sed coelestia

Theologie der Welt in Alkuins Commentaria super Ecclesiasten

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Michal Kieling

Die karolingische Kultur des 8. und 9. Jahrhunderts war eine Blütezeit in der europäischen Geschichte. Zu den prominentesten Persönlichkeiten, den Köpfen der ersten Stunde der damaligen kirchlichen, theologischen und intellektuellen Erneuerung, gehörte der Angelsachse Alkuin (735-804). Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der exegetischen und literarischen Tätigkeit Alkuins in seinen acht letzten Lebensjahren (796-804), die er als Abt in St. Martin in Tours verbrachte. Im Vordergrund dieser Arbeit stehen seine Commentaria super Ecclesiasten. Warum und wie rezipiert Alkuin den Ecclesiastes? Wie ist Alkuins Weltverständnis und warum betont er die Liebe zum Himmlischen, ohne deshalb auf die Verachtung des Irdischen zu drängen? Die Untersuchung versucht Antwort auf diese Fragen zu geben. Sie beschäftigt sich auch mit der Auslegungsgeschichte der Ecclesiastes-Kommentare bis zur Karolingerzeit.
Der Autor: Michał Kieling wurde 1967 in Pleszew/Polen geboren. Von 1986-1992 besuchte er das Priesterseminar in Gniezno. 1992 wurde er zum Priester geweiht. Sein Diplom schrieb er 1992 im Fach Kirchengeschichte. Ab 1993 promovierte Michał Kieling an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und ging in den priesterlichen Dienst in der Polnischen Katholischen Gemeinde in Offenbach am Main. Seit dem Wintersemester 2001/02 ist er Lehrbeauftragter der patristischen Theologie und Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Poznań/Polen und im Priesterseminar der Diözese Kalisz.