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Der Liber legum des Lupus von Ferrières

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Oliver Münsch

Der westfränkische Mönch Lupus von Ferrières, zeitweise Schüler des Hrabanus Maurus in Fulda, fertigte in den dreißiger Jahren des neunten Jahrhunderts eine systematisch gegliederte Sammlung von Volksrechten und Kapitularien für den Markgrafen Eberhard von Friaul an. Die den verschiedenen Teilen der Collectio vorangestellten Kapitelverzeichnisse werden in dieser Studie erstmals vollständig ediert und kommentiert. Sie zeigen Lupus als intelligenten Sammler, der einen ausgesprochen philologischen Zugang zu seinem Textmaterial besaß und in seinem Bemühen um Korrektheit eine zentrale Forderung der karolingischen Reformbestrebungen realisierte. Die Untersuchung kann zudem einige Vorlagen des Liber legum namhaft machen und so zu einem tieferen Einblick in die Zusammenhänge frühmittelalterlicher Rechtshandschriften verhelfen.
Aus dem Inhalt: Leben und Werk des Lupus von Ferrières – Der Auftraggeber: Eberhard von Friaul – Datierung, Entstehungsort, handschriftliche Überlieferung und Inhalt der Sammlung – Die Rubrikenverzeichnisse des Lupus mit Edition – Register.